KUNST UND WISSENSCHAFT IM GESPRÄCH

Versöhnung – eine Utopie?

Am kommenden Montag findet im Rahmen unserer Versöhnungsreihe erneut ein Abend im Schauspielhaus statt. Thematisch widmen wir uns diesmal der Versöhnung durch Versippung.

Prof. Dr. Clemens Albrecht von der Universität Bonn wird gemeinsam mit Mitgliedern unseres Ensembles darüber sprechen, wie familiäre Bindungen – insbesondere durch politische Heiraten – in der Geschichte als Mittel der Versöhnung eingesetzt wurden.

»O Bruder Montague, gib mir die Hand…« – Am Ende von Romeo und Julia scheint die Liebe den alten Hass zu überwinden. Doch jenseits der Bühne war Versöhnung oft ein strategischer Akt: Sei es der Bürgerkrieg zwischen Guelfen und Ghibellinen oder der Rosenkrieg zwischen York und Lancaster – nicht die romantische Liebesheirat, sondern die dynastische Verbindung versprach Frieden. Denn innerhalb einer Familie streitet es sich anders.

Auf der Bühne darf sich die Liebe hingegen entfalten: »Ich weiß des Fremdlings Namen! Sein Name ist Gemahl!«, singt Turandot – und überwindet in einem Moment von Zuneigung einen jahrhundertealten kulturellen Konflikt.

Ein vielschichtiger Abend über Liebe, Macht und die Rolle der Familie in historischen und dramatischen Versöhnungsprozessen.

Für Montag sind noch Karten erhältlich – jetzt auf den Button klicken und dabei sein!

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